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Coerver Gründer Alf Galustian interviewt Gerard Houllier

News - News allgemein

HoullierCoerver Coaching Mitbegründer Alf Galustian sprach kürzlich in Paris mit Gerard Houllier über ihre gemeinsame Arbeit in den letzten 20 Jahren und welchen Einfluss das Coerver Programm auf die Ausbildung junger Talente in Frankreich hat.

 

 

 

 

 

 

 

Gérard Houllier Profil

Vereinhistorie:

• RC Lens
• Paris Saint-Germain FC
• Liverpool FC, Gewinner des FA Cup, League Cup und UEFA Cup 2001 (siehe Bild oben)
• Olympique Lyonnais FC, 2-maliger französischer Meister
• Aston Villa FC
• Red Bull, Head of Global Soccer

Verbandshistorie:

• Nationaltrainer Frankreichs 1992-1993
• Technischer Direktor des französischen Fußballverbandes FFF, 1988-1998
• FIFA World Cup™ Champion, Frankreich 1998
• Technischer Direktor des französischen Fußballverbandes FFF, 2008-2010
• Mitglied des UEFA und FIFA Technical Committees für die FIFA World Cup™ Finals 2006 und 2010

 

Alfred Galustian: Wie immer, ist es schön dich zu sehen. Was machst du aktuell?

Gérard Houllier: Im Moment bin ich Global Sporting Director für Red Bull Football und verantwortlich für 5 Vereine. Red Bull Salzburg in Österreich, RB Leipzig in Deutschland, New York Red Bulls in den Vereinigten Staaten, Red Bull Brasil und Red Bull Ghana.

Alfred Galustian: Mittlerweile ist es fast 20 Jahre her, als du mich in das Nationale Trainingscenter in Clairefontaine eingeladen hast. Vielleicht kannst du darüber mal ein wenig erzählen.

Gérard Houllier: Als Nationaltrainer und Technischer Direktor habe ich natürlich von Wiel Coerver und seinen Methoden gehört. Aber, um ehrlich zu sein, waren ich und meine Kollegen ein wenig skeptisch. Wir stimmten zwar überein, dass der Fokus auf Techniktraining liegen sollte, aber das was wir bis zu dem Zeitpunkt kannten, erschien uns als nicht nah genug am Wettkampf. Als wir dich aber einluden und du uns von deinen Ideen erzählt hast, waren wir überzeugt, dass dies der optimale Weg ist.

Alfred Galustian: Ich kann mich gut an den ersten Kurs 1994 in Clairefontaine erinnern. Und um ehrlich zu sein, war ich auch ganz schön nervös, bei der Anzahl an Toptrainern unter den Zuhörern.

Gérard Houllier: Tatsächlich nahmen an dem Kurs unsere 15 Nationaltrainer teil, inklusive Aimet Jacquet, dem damaligen Nationaltrainer. Kein Wunder, das du nervös warst.

Ich überließ es damals meinen Trainern, ob wir das Programm nutzen sollten oder nicht. Doch alle Trainer kamen nach deinem Kurs zu mir und waren überzeugt, dass die Coerver-Methode entscheidend für uns in Frankreich sein kann. Einer der größten Befürworter damals war übrigens Aimet Jacquet, der Jahre später die Weltmeisterschaft gewann.

Den zweiten Kurs, den du dann geleitet hast, war für unsere 120 nationalen und regionalen Direktoren. Der Kurs hatte für dich zur Folge, dass du im Anschluss zahlreiche Einladungen erhieltst, um in den Regionalen Stützpunkten oder bei Topvereinen mit Spielern und Trainern zu arbeiten.

Alfred Galustian: Ich erinnere mich. Diese zwei Kurse waren essentiell. Ich sprach damals über unsere Ideen, wie man mit Elite-Spielern im Bereich der Technik arbeiten sollte. Kannst du dich noch an das Feedback erinnern?

Gérard Houllier: Ja, an diesem Tag hast du selbst die größten Skeptiker überzeugt, dass Coerver Coaching nicht Wert darauf legt, den Spielern einfach nur irgendwelche Tricks beizubringen, sondern das es letztendlich darum geht, die erlernten technischen Fähigkeit effektiv, erfolgreich und sinnvoll im Wettkampf einzusetzen. Viele unserer Trainer kannten die Videos von Wiel Coerver. Du hast uns die Weiterentwicklung gezeigt.

Alfred Galustian: Ich erinnere mich auch, dass wir damals in Clairefontaine einige Videos gemacht haben, die ihr für eure Trainerbibliothek nutzen wolltet.

Gérard Houllier: Ja genau. Und fast 20 Jahre später nutzen wir die Videos immer noch für die Ausbildung unserer Trainer.

Alfred Galustian: Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir gemeinsam über 17 Jahre in Frankreich zusammengearbeitet haben.

Gérard Houllier: Als Technischer Direktor bekam ich natürlich Feedback aus ganz Frankreich. Speziell bei unseren Topadressen in Auxerre, Marseille, Lyon, Bordeaux und Paris habe ich immer wieder nachgefragt. Und ich bin überzeugt, dass deine Arbeit dort uns sehr geholfen hat, so viele große Spieler herauszubringen.

Alfred Galustian: Ich hatte das Glück mit vielen Verbänden auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Doch das beste Ausbildungssystem, das ich gesehen habe, war das in Frankreich.

Gérard Houllier: Vielen Dank. Wir arbeiteten sehr hart daran und die Nachwuchsausbildung genoss höchste Priorität. Der Gewinn der Weltmeisterschaft zeigte uns, dass sich der Aufwand gelohnt hat und wir den richtigen Weg eingeschlagen hatten.

 

Quelle: www.coerver.co.uk

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